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THE POWER OF YOUTUBE – ODER IST DIE ÄRA DER PLATTFORM SEIT TIKTOK VORBEI?


Social Talk 15 The Power of YouTube und TikTok


An TikTok kommen Brands und Social Media-User:innen nicht mehr vorbei, aber was bedeutet das für YouTube und seinen Erfolg?


Kurze Video-Contentformate dominieren den Bereich der sozialen Medien mehr denn je. Content Creator:innen, User:innen und Unternehmen sind sich heutzutage der Macht der Videoinhalte bewusst und wissen, wie sie sich diesen Trend zu Nutze machen können. Brands stellen sich für die Vermarktung ihrer Produkte und Leistungen nicht mehr die Frage, ob es sich lohnt mit eigenen Video-Formaten anzufangen, vielmehr stehen sie bei der jetzigen Auswahl der Socials vor der Herausforderung herauszufinden, welche Plattform die richtige für ihre Zielgruppe ist. TikTok dominiert derzeit den Markt und die kaufkräftige Gen Z tummelt sich nahezu nur noch dort. Macht TikTok der im Jahr 2005 gegründeten Plattform YouTube den Rang streitig oder genauer gefragt: Gibt es eigentlich noch eine Zukunft für YouTube und seine Content Creator:innen? Denn in einer exklusiven Marktforschung mitüber 3000 Genzler:innen konnten wir das spannende Ergebnis feststellen, dass YouTube für nur 9% der Befragten die Plattform ist, auf die sie am wenigsten verzichten könnten, während 23% der Stichprobe TikTok als relevanteste Plattform bezeichneten (Quelle: Social Match & PlayTheHype 2022).


YouTube vs. TikTok: Konkurrenzkampf oder perfekte Ergänzung?


Lange hat es sich YouTube als dominierende Videocontent-Plattform auf seinem Thron bequem gemacht und auch zahlreiche Creator:innen erfreuen sich heutzutage ihrer Weltberühmtheit, die sie diesem Format zu verdanken haben. Nun ziehen alle anderen Plattformen nach. Nachdem die Bytedance-App TikTok bahnbrechende Erfolge erzielen konnte, will sich auch Instagram nicht mehr nur als reine Foto-App betiteln lassen. Also alles nur noch Bewegtbild und das nur noch auf TikTok? Nicht ganz, findet Content Creator Nils Leonik, der mit seinem Format “Why Nils” vorrangig auf YouTube aktiv ist:


Quote Nils Leonik Why Nils Webpanel

Zudem betonte er im vergangenen Social Talk, der sich dem Thema YouTube gewidmet hat, dass es dennoch einen grundlegenden Unterschied zwischen den beiden Plattformen gibt. YouTube nimmt somit noch immer die Vorreiterposition ein, wenn es darumgeht, tiefergehendes Storytelling in dem Content zu vermitteln. Auch nimmt man sich auf YouTube aktiver die Zeit, Creator:innen wirklich über einen langen Zeitraum kennenzulernen und in Vlogs zu begleiten. TikTok hingegen wird oftmals für den schnellen Konsum zwischendurch genutzt, wo aktuelle Trends und gut pointierte Inhalte wiederum besser funktionieren. Demnach gibt es zwischen den Socials einige Gemeinsamkeiten, denn beide fördern nutzergenerierte Inhalte oder Algorithmen, die den Zuschauer:innen Videos passend zu ihren Interessen empfehlen –aber auch grundlegende Unterschiede: In den jeweiligen Zielgruppen, der Aufmachung als solches, sowie in der Art und Weise, wie die Apps hauptsächlich genutzt und konsumiert werden.


Was denn nun: YouTube Shorts,Instagram Reels oder TikToks?


Eine Frage, die sich vermutlich nicht so leicht beantworten lässt und die Qual der Wahl weitestgehend bei den Creator:innen und Brands, und welches Vorhaben sie mit ihren Kurzvideos erzielen wollen, hängenbleibt. Christoph Assauer, Director of Creation & Content bei Social Match, sieht YouTube Shorts als gelungene Ergänzung zu den üblichen Formaten von YouTube:



Quote Christoph Assauer Social Talk The Power of YouTube

Dass der Konkurrenzkampf zwischen den Kurzformat-Anbietern aber schon lange anhält, zeigen die Entwicklungen der letzten Jahre: Mit der ständigen Erhöhung der zulässigen Videolänge -derzeit liegt sie bei 10 Minuten -dringt TikTok immer weiter in die tiefen Gewässer der Plattform YouTube ein und Instagram hat es mit der Angleichung an die Plattform Snapchat ebenfalls geschafft, letztere zu einem großen Teil vom Markt zu verdrängen. Welche App sich dann letztendlich die Monopolstellung erkämpfen wird oder ob es überhaupt so weit kommt, zeigen die zukünftigen Entwicklungen –denn ob Instagram, YouTube oder TikTok, alle Plattformen bringen nahezu wöchentlich neue Features heraus, die grundlegende Veränderungen mit sich bringen. Bis dahin können sich alle User:innen in den Socials austoben, wo sie sich am wohlsten fühlen. Aus der Brand-Perspektive bleibt es entscheidend, die Nutzungsintentionen der Zielgruppen auf den jeweiligen Plattformen genau zu analysieren, da sich die Communities auf TikTok, Instagram und YouTube noch erheblich unterscheiden. Daher sollte beim Kurzvideo-Format genau überprüft werden, ob man den Content trotz des gemeinsamen 9:16-Formats auf allen Plattformen gleich ausspielen sollte, da die Zielgruppen unterschiedliche Anforderungen an Markenkommunikation stellen.



Christoph Assauer

Über Christoph Assauer:

Christoph Assauer ist Executive Producer und leitet als Director of Creation & Content die vier Abteilungen Social Media Redaktion, Konzeption, Grafik und Video. Zudem ist er der Artist Manager des YouTubers Herr Bergmann.




Nils Leonik

Über Nils Leonik:

Nils ist Concent Creator und vorrangig auf YouTube unterwegs und versteht es wie kein anderer echte Emotionen, Freundschaft und Authentizität filmisch einzufangen. Der YouTube Kanal „Why Nils“ zeigt schnelle und pointierte Ausschnitte aus dem Leben von Nils und dem seiner Freund:innen. Mit Why Nils konnten Nils und seine Crew bereits eine Reichweite von über 263k Abonnent:innen aufbauen.




Ihr habt unseren letzten Social Talk verpasst?

Dann geht es hier zur Aufzeichnung des Panel-Talks.


Dieser Artikel ist zuerst bei HORIZONT am 01.07.2022 erschienen. Hier geht es zum Artikel.


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THE POWER OF
YOUTUBE 

SOCIAL TALK #15 

vom 22.07.2022

Wird YouTube weiter relevant bleiben? Wie schlagen sich Shorts im Plattform-Vergleich? Welche Formate sind im Trend und was steckt hinter dem Generationswechsel?